Was dem Kürbis noch fehlt ergänzt der Spinat

Wenn sich knalliges Herbstgemüse mit der Leibspeise eines Zeichentrick- Seemanns zusammentut, dann kann eigentlich nur etwas herauskommen was unseren Körper glücklich macht. Und schmecken tut´s auch!

 

Der Kürbis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt, anscheinend soll es ihn sogar schon vor Mais und Bohnen gegeben haben. Auf jeden Fall hat er eine lange Reise hinter sich. Ursprünglich stammt er nämlich aus Mittel- und Südamerika, durch die Seefahrer gelangte er dann auch nach Europa. Schon Christoph Kolumbus bezeichnete den Kürbis als „wichtigste Nahrungspflanze der Indios und Azteken“.

 

Von Botanikern wird der Kürbis als „Panzerbeere“ bezeichnet. Der Kürbis ist botanisch gesehen also eine Beere mit großen Samen. Mit über 90 % Wassergehalt gehört der Kürbis zu den wasserreichsten Gemüsearten. Sein deutscher Name leitet sich vom lateinischen Corbis (ist gleich Korb, Gefäß) ab. Der Name Kürbis für die Pflanze aus Amerika soll eine Abwandlung des botanischen Namens sein. Aus Cucurbita (Kürbisgewächse) wurde Kurbitz und schließlich Kürbis.

 

Die wichtigsten kultivierten Kürbisarten sind der Garten-, der Riesen- und der Moschuskürbis. Die Anzahl der Sorten reicht aber weit über die genannten hinaus. Nicht ohne Grund ist der Kürbis mit seiner Vielzahl an positiven Eigenschaften und Verwendungszwecken das Herbstgemüse überhaupt. Hokkaido (eine Kleinform des Riesenkürbis), Butternuss & Co. sind mittlerweile nicht mehr aus der saisonalen Küche wegzudenken. Ob als Suppe, Ofengemüse oder im Kuchen verarbeitet, der kulinarischen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe hat sich der Kürbis sogar den Status einer Heilpflanze erworben. Er wirkt entzündungshemmend, harntreibend und entwässernd und wird bei Magen und Darmerkrankungen eingesetzt.

$prmImgHover$

Was dem Kürbis noch fehlt ergänzt der Spinat in unserem mediterranen Herbstgericht. Neben Eisen und Lutein steckt er voll wichtiger Spurenelemente, Vitamine (C und K) und Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Beta-Carotin. Darüber hinaus ist Spinat ein wichtiger Folsäurelieferant. Dieser Nährstoff aus der Gruppe der B-Vitamine ist essenziell für die Zellreifung und -teilung und ist damit einer der Grundbausteine für die Gesundheit des Menschen.

 

Tipp: Auch die Kürbiskerne können ganz einfach zu einem gesunden Snack verwertet werden. Dazu die Kerne gründlich waschen und trocknen lassen. Anschließend mit Olivenöl benetzen, nach Geschmack würzen (mit Chili oder Curry schmecken sie besonders gut!) und alles gut vermischen. Ca. 15 Minuten backen bis sie die Kerne knusprig sind und zu platzen beginnen. Abkühlen lassen und genießen!

$prmImgHover$
Rezept
Kürbis-Spinat Lasagne
Zutaten
  • 30 g Butter

  • 20 g Mehl

  • 600 ml Milch

  • Salz

  • Pfeffer

  • Muskatnuss

  • 200 g Ziegenfrischkäse

  • 850 g Muskatkürbis

  • 2 Knoblauchzehen

  • 2 Zweige Rosmarin

  • 6 EL Olivenöl

  • 500 g Blattspinat

  • 250 g Kirschtomaten

  • 80 g Parmesan

  • 9 Lasagneblätter (ohne Vorkochen)

$prmImgHover$

Zubereitung:

1. Für die Béchamel 20 g Butter in einem Topf zerlassen. Mehl zugeben und unter Rühren 30 Sekunden bei milder Hitze anschwitzen. Mit 300 ml Milch auffüllen und verrühren. Nach und nach die restliche Milch zugießen und unter Rühren aufkochen. Würzen. Ca. 30 Minuten köcheln lassen. Ziegenkäse zugeben und unter Rühren auflösen. Sauce abkühlen lassen.

 

2. Kürbis schälen, in 5 mm dicke Scheiben schneiden und mit dem angedrückten Knoblauch und Rosmarin auf ein Backblech geben, mit Öl beträufeln und unter dem vorgeheizten elektrabregenz Backofengrill 8-10 Minuten auf der obersten Schiene bei 220 Grad grillen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

 

3. Spinat putzen, waschen und 2 Minuten in kochendes Salzwasser geben. Herausnehmen, abschrecken und ausdrücken. Spinat grob hacken und mit Salz und Pfeffer würzen. Kirschtomaten vierteln. Parmesan fein reiben.

 

4. Eine rechteckige Auflaufform (30 x 20 cm) dünn mit der restlichen Butter fetten und mit 3 Lasagneblättern auslegen. Spinat, Kürbis, Tomaten, Béchamel und Lasagneblätter abwechselnd einschichten. Mit Lasagneblättern und Béchamel abschließen. Käse darüber verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 160 Grad) auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen.

elektrabregenz wünscht guten Appetit!