Die Küche ist der Lebensmittelpunkt für die ganze Familie – es wird zusammen gekocht, gebacken, gegessen. Diese gemeinsame Zeit ist sehr wertvoll für eine Familie – das ist nicht nur in Österreich so, sondern überall auf der Welt. Doch über eine Milliarde Menschen weltweit leiden an Hunger.

 

 

Deshalb findet der Welternährungstag, auch Welthungertag genannt, seit 1979 jedes Jahr am 16. Oktober statt. Neben vielen Kongressen, die sich mit den Themen Welthunger und Ernährungssicherung auseinandersetzen, nutzen viele Nichtregierungsorganisationen (NGOs) diesen Tag für ihre Kampagnen und um Spenden zu sammeln.

 

 

Jedes Jahr sterben fast 6 Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag und in der Hälfte der Fälle ist Mangelernährung mitverantwortlich. Mangelernährte Kinder können sich nicht richtig entwickeln und bleiben oft ihr Leben lang geistig und körperlich zurück.

 

 

Laut einer 2015 veröffentlichten Studie von UNICEF, WHO und der Weltbank sank die Rate unterernährter Kinder von 39,6% im Jahr 1990 auf 23,8% in 2014. Mehr als die Hälfte aller weltweit unterernährten und unterentwickelten Kinder leben in Asien (57%), und mehr als ein Drittel in Afrika (37%). Während es in Afrika von 1990 bis 2014 einen Rückgang unterernährter Kinder von 24% gab, reduzierte sich die Anzahl in Asien sogar um 47%. Auch wenn der weltweite Rückgang unterernährter Kinder eine gute Nachricht ist, ist der Kampf gegen den Welthunger noch lange nicht gewonnen.

 

 

Die Ursachen für Unterernährung sind Armut, fehlende Bildung und Benachteiligung. Daher müssen Lösungsansätze über Lebensmittellieferungen hinausgehen – Informationskampagnen und Ernährungsprogramme in den betroffenen Regionen stellen einerseits sicher, dass Familien und Gemeinden über die optimale Versorgung aufgeklärt und unterernährte Menschen medizinisch versorgt werden. UNICEF hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, bis 2030 Armut und Hunger zu besiegen und die Umwelt zu schützen. „Alle Kinder sollen zur Schule gehen und gut versorgt und sicher aufwachsen können. Ungleichheiten sollen bekämpft werden und friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften entstehen.“ (UNICEF Österreich)

Was können wir tun, um zu helfen?

Landwirtschaft betrifft uns alle! Indem wir beim Kauf unserer Lebensmittel auf den Ursprung der Produkte und Nachhaltigkeit achten, leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, gesunden Landwirtschaft, die sich an natürlichen ökologischen Kreisläufen ausrichtet.

 

Fair! Fair gehandelte Produkte zu kaufen, kann auch eine Möglichkeit sein, Menschen in ärmeren Regionen der Welt zu unterstützen. Kleinbauern in Entwicklungsländern erhalten faire Preise für ihre Produkte und profitieren somit von ihrer Ernte.

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Nur das kaufen, was man tatsächlich isst: Der verantwortungsvolle und sparsame Umgang mit Lebensmitteln und Verpackung hilft dabei, Verschwendung und Müll entgegenzuwirken.

 

Weniger Fleisch essen: Ein Viertel der weltweiten Getreideernte wird heute an Tiere verfüttert. Amerikanische Wissenschaftler haben 2013 berechnet, dass vier Milliarden Menschen mehr satt werden könnten, wenn das Getreide direkt zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden würde. Experten raten dazu, den eigenen Fleischkonsum auf 3 Mal pro Woche zu reduzieren.

 

Werden Sie Pate! Indem Sie eine Patenschaft eingehen, können Sie dabei helfen, Tag für Tag hungernde Kinder mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

 

Soforthilfe: Armut und Hunger können nicht von heute auf morgen beseitigt werden. Möchten Sie schnell Hilfe leisten, ist das Spenden an seriöse NGOs und Aktionsgruppen wie UNICEF, SOS-Kinderdorf oder Caritas eine gute Option.