Seit 1810 findet auf der Münchener Theresienwiese das jährliche Oktoberfest – auch  Wiesn genannt - statt. Das größte Volksfest der Welt wird Jahr für Jahr von rund 6 Millionen Menschen aus aller Welt besucht. Die Gäste kommen meist in Tracht und in den Zelten wird traditionelle Blasmusik gespielt. Für die Kleinen gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte und Stände mit Süßigkeiten wie Lebkuchenherzen, Zuckerwatte oder gebrannte Mandeln.

 

Die Münchener Brauereien stellen für das Oktoberfest ein spezielles Bier her, das eine Stammwürze von mindestens 13,5% aufweisen muss und ca. 5,8 bis 6,4 Volumenprozent Alkohol enthält. Auf der Speisekarte finden sich traditionell bayerische Schmankerl von Hendl, Schweinshaxen, Krustenbraten über Käsespätzle, Rahmschwammerl, Semmel- oder Kartoffelknödel bis hin zu Brezn, Obatzter und Krautsalat.

 

Aber auch in Österreich – genauer in Wien - werden auf dem „Wiener Wiesn-Fest“ gepflegtes Brauchtum, zeitlose Tradition und eine angeborene Geselligkeit gefeiert. Vom 22. September bis zum 09. Oktober herrscht in 3 Zelten und 4 Almen eine Riesengaudi. Aber auch auf der Flaniermeile mit verschiedenen Ständen mit traditioneller Handwerkskunst und regionalen Schmankerln kann man es sich so richtig gut gehen lassen.

 

Für alle, die es dieses Jahr nicht auf das Oktoberfest oder das Wiener Wiesn-Fest schaffen, haben wir einige Ideen, wie Sie die Wiesn-Stimmung nach Hause holen können. Ganz nach dem Motto „Hau di hera, dann samma mehra“ können Sie Freunde und Familie einladen, um gemeinsam zu feiern.

Wiesn-Stimmung für daheim

Blau-weiß heißt die Devise! Verwenden Sie Tischdecken, Girlanden, Platzdecken, Servietten und Bänder im traditionell blau-weißen Karomuster, um Ihr Zuhause zu dekorieren.

Verwenden Sie rustikale Holzbretter, weißes Geschirr und Besteck mit Holzgriffen, um Ihren Tisch zu decken.

Servieren Sie Ihren Gästen Bier und andere kalte Getränke in Steinkrügen. Verwenden Sie die Steinkrüge auch, um sie mit Besteck und Servietten gefüllt in die Mitte des Tisches zu stellen.

Stellen Sie Brezn Ständer auf den Tisch oder verwenden Sie Brezn als Serviettenringe.

Der Liebesapfel ist ein Klassiker unter den süßen Sünden auf dem Oktoberfest. Stellen Sie einen Teller mit Liebesäpfeln als Dekoration auf den Tisch – natürlich dürfen Ihre Gäste naschen.

Selbstverständlich dürfen auch die Lebkuchenherzen nicht fehlen: Hängen Sie sie entweder auf oder platzieren Sie sie als Gastgeschenk auf den Tellern.

    Wiesn-Stimmung für daheimWiesn-Stimmung für daheim
    Rezept Liebesapfel
    Zutaten für 8 Liebesäpfel
    • 8 kleine Äpfel (unbehandelt, ungewachst)

    • 550 g Zucker

    • 1 TL rote Lebensmittelfarbe

    • 1 TL Essig

    • 8 Holzstäbchen

    Zubereitung

     

    1. Waschen Sie die Äpfel und lassen Sie sie gut trocknen, damit die Zuckermasse daran haften bleibt.

     

    2. Stecken Sie die Holzstäbchen in die Äpfel und bestreuen Sie ein Tablett, mit Backpapier bedeckt, mit 4 EL Zucker.

     

    3. Geben Sie Zucker, 60 ml Wasser, Lebensmittelfarbe und Essig in einen hohen Topf mit dickem Boden und kochen Sie alles unter ständigem Rühren auf.

     

    4. Kochen Sie die Masse ca. 7 Minuten bei einer Temperatur über 150 ° C (verwenden Sie ein Kochthermometer). Testen Sie zuerst ob die Masse auf einer glatten Oberfläche fest wird, bevor Sie den Topf vom Herd nehmen.

     

    5. Drehen Sie die Äpfel nacheinander im Zuckersirup, bis sie rundherum überzogen sind. Stellen Sie die Äpfel kopfüber auf das vorbereitete Zuckerbett und lassen Sie sie gut trocknen.

    Lebkuchenherzen
    Zutaten Lebkuchenherzen
    • 200 g Butter

    • 550 g Honig

    • 250 g Zucker

    • 1 Prise Lebkuchengewürz

    • 30 g Kakaopulver

    • 1200 g Mehl

    • 1 Prise Backpulver

    • 2 Eier

    • 1 Prise Salz

    Zutaten Dekoration
    • ca. 150 g Staubzucker

    • 1 frisches Eiweiß

    • Lebensmittelfarben

    Zubereitung

     

    1. Erhitzen Sie zuerst langsam Butter, Honig, Zucker, Lebkuchengewürz und Kakao in einem Topf.

     

    2. Sobald sich eine glatte Masse gebildet hat, nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen ihn abkühlen.

     

    3. Dann sieben Sie das Mehl und Backpulver in eine Schüssel. Formen Sie eine kleine Mulde, um Salz, Eier und die Honigmasse aus dem Topf dazuzugeben. Kneten Sie alles zu einem Teig.

     

    4. Geben Sie den Teig in eine Schüssel und bedecken Sie sie mit einer Folie oder einem Geschirrtuch. Lassen Sie das Ganze einen halben bis ganzen Tag bei Zimmertemperatur ruhen.

     

    5. Legen Sie mehrere Backbleche mit Backpapier aus. Malen Sie auf ein Stück Pappe eine Herzform auf und schneiden Sie diese aus. Heizen Sie den Ofen auf 220° C vor.

     

    6. Verteilen Sie großflächig Mehl auf Ihrer Arbeitsfläche und rollen Sie den Teig aus.

     

    7. Legen Sie schließlich die Form auf und legen Sie die ausgeschnittenen Teig-Herzen auf das vorbereitete Backblech. Backen Sie die Herzen 12 bis 15 Minuten.

     

    8. Für die Dekoration schlagen Sie das Eiweiß mit einem Handmixer zu Eischnee und rühren Staubzucker unter, bis die Masse spritzfest ist. Achten Sie bitte darauf, dass das Eiweiß ganz frisch und gut gekühlt war. Färben Sie die Glasur nach Belieben mit Lebensmittelfarbe ein und geben Sie sie in einen Spritzbeutel. Beim Dekorieren sind Ihnen keine Grenzen gesetzt: Umranden Sie das Herz oder schreiben Sie die Namen Ihrer Gäste oder Wörter wie „Spatzl“, „Bester Papa“ oder „Oktoberfest“ darauf.

    LiebesäpfelLiebesäpfel
    LebkuchenherzenLebkuchenherzen

    Jetzt wo ihr Zuhause locker mit einem Festzelt auf dem Oktoberfest mithalten kann, ist es Zeit, ein typisches Wiesn-Gericht für Ihre Gäste zu zaubern.

    Rezept Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut
    Zutaten Schweinsbraten für 4 Personen
    • 500 g Schweinskarree

    • 500 g Schweinsbauch

    • 2 Stk. Knoblauchzehe

    • Salz & Kümmel

    • 2 EL Öl

    • 250 ml Bier

    • ca. 500 ml Gemüsebrühe

    • 10 g Butter

    • 10 g Mehl

    Zubereitung Schweinsbraten:

     

    1. Heizen Sie das Backrohr auf 220° C (O/U) vor.

     

    2. Pressen Sie die Knoblauchzehen und mischen Sie Öl, Salz und Kümmel dazu.

     

    3. Putzen Sie das Fleisch und reiben Sie es mit Gewürzen ein. Legen Sie das Fleisch anschließend in eine Bratenform und untergießen Sie es mit ein wenig Flüssigkeit. Braten Sie es anschließend bei hoher Hitze ca. 15 Minuten an (Schweinebauch mit der Schwarte nach unten).

     

    4. Reduzieren Sie die Temperatur auf 160° C und lassen Sie das Fleisch ca. 90 Minuten weiterbraten (Kerntemperatur 85° C). Übergießen Sie das Fleisch immer wieder mit Bier und Brühe.

     

    5. Um die Mehlbutter zum Binden herzustellen, verkneten Sie Butter mit Mehl und stellen Sie die Masse kalt.

     

    6. Nehmen Sie den Braten aus der Wanne und drehen Sie den Schweinebauch (Schwarte nach oben). Stellen Sie die Grillfunktion Ihres Backrohrs ein, um den Schweinebauch ca. 5 Minuten zu braten.

     

    7. Seihen Sie den Saft ab und binden Sie ihn mit der Mehlbutter. Lassen Sie die Sauce aufkochen und schmecken Sie anschließend mit Salz ab.

    Zutaten Blaukraut
    • 5 EL Öl

    • 2 Äpfel

    • 1 kg Rotkohl

    • 1 Schuss Essig

    • 2 Lorbeerblätter 

    • Salz & Pfeffer

    • 1 Schuss Rotwein

    • 250 ml Wasser

    • 1 EL Zucker/ Honig

    • 1 Zwiebel

    Zubereitung Blaukraut:

     

    1. Waschen Sie das Kraut, entfernen Sie den Strunk und hobeln Sie den Kohlkopf.

     

    2. Schälen Sie die Zwiebel, hacken Sie sie klein und dünsten Sie sie in heißem Öl an. Schälen und würfeln Sie die Äpfel, um sie dann mit Zucker unter die Zwiebeln zu rühren. Lassen Sie alles 5 Minuten dünsten. 

     

    3. Geben Sie das Blaukraut dazu und übergießen sie alles mit Essig. Lassen Sie das zugedeckte Kraut für 10 Minuten dünsten. 

     

    4. Gießen Sie das Kraut mit Wasser auf und rühren Sie Lohrblätter, Pfeffer und Salz unter, um es schließlich für 35 Minuten weich dünsten zu lassen. 

     

    5. Schmecken Sie das Blaukraut vor dem Servieren mit Rotwein ab.

    Zutaten für 12 Kartoffelknödel
    • 1,5 kg Kartoffeln (mehlig kochend)

    • 1 Scheibe Toast

    • geriebene Muskatnuss

    • etwas frische Petersilie

    • 1-2 TL Speisestärke

    Zubereitung Kartoffelknödel:

     

    1. Schälen Sie die Kartoffeln und waschen Sie sie anschließend. Kochen Sie ca. 500 g der Kartoffeln für 20 Minuten in Salzwasser. Würfeln Sie eine Scheibe Toast fein und rösten Sie es in 1 EL heißem Öl, um es anschließend abkühlen zu lassen.

     

    2. Reiben Sie die übrigen Kartoffeln fein und drücken Sie sie in einem Geschirrtuch gut aus, während Sie das Wasser in einer Schüssel auffangen und etwas stehen lassen. Gießen Sie es dann ab und geben die abgesetzte Stärke zu den Kartoffeln dazu.

     

    3. Gießen Sie die gekochten Kartoffeln ab, um sie ausdämpfen zu lassen. Pressen Sie sie heiß durch und geben Sie die rohen Kartoffeln hinzu. Würzen Sie die Kartoffelmasse mit Salz, Pfeffer und Muskat.

     

    4. Formen Sie nun ca. 12 Knödel und drücken Sie jeweils 3-4 Brotwürfel in die Mitte. Lassen Sie die Knödel schließlich ca. 10 Minuten in siedendem Salzwasser gar ziehen.

     

    5. Waschen Sie etwas Petersilie und hacken Sie sie klein, um die Knödel damit zu bestreuen.

    Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und BlaukrautSchweinsbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut

    An Guadn und vui Spaß!